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Herzrasen, Blackout, schlaflose Nächte vor der Arbeit? Du bist damit nicht allein - und es gibt Tricks, mit denen du die Angst kleiner machst.
Kurz bevor die Arbeit
geschrieben wird, schlägt das Herz plötzlich schneller. Der Kopf ist wie
leergefegt, obwohl gestern noch alles klar war. Kommt dir das bekannt vor? Dann
geht es dir wie sehr vielen anderen: Schätzungen zufolge leiden rund 15 bis 30 Prozent
aller Schüler:innen unter spürbarer Prüfungsangst. Du bist also nicht die oder
der Einzige - auch wenn es sich in dem Moment genau so anfühlt.
Prüfungsangst ist erst mal
nichts anderes als eine ganz normale Stressreaktion. Der Körper schaltet auf
Alarm, weil er die Prüfung als Bedrohung einstuft - Herzschlag und Atmung
beschleunigen sich, die Konzentration auf das Wesentliche fällt schwerer.
Problematisch wird das erst, wenn die Angst schon beim Lernen einsetzt:
Forschende des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung (DIPF) fanden 2022
heraus, dass stark ängstliche Schüler:innen bereits beim Vorbereiten weniger
strukturiert und weniger effektiv lernen als weniger ängstliche. Die Angst
bremst also schon, bevor die Arbeit überhaupt beginnt. Besonders häufig
betroffen sind übrigens Mädchen sowie Schüler:innen, die sich selbst hohe
Ansprüche stellen.
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Atmen: Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten,
sechs Sekunden ausatmen. Das beruhigt das Nervensystem in wenigen Minuten
spürbar.
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Realistisch planen: Lieber jeden Tag eine überschaubare
Portion lernen als kurz vorher alles auf einmal - das nimmt Druck aus den
letzten Tagen.
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Schlaf ernst nehmen: Müdigkeit verstärkt Ängstlichkeit
und verschlechtert das Erinnerungsvermögen genau dann, wenn es am meisten
zählt.
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Gedanken stoppen: Wenn Katastrophengedanken kreisen
(„Ich schaffe das nie“), bewusst unterbrechen und durch einen realistischeren
Satz ersetzen, z. B. „Ich habe geübt und kann zeigen, was ich weiß.“
Ein bisschen Lampenfieber vor
einer Arbeit ist normal und sogar hilfreich, weil es wach macht. Anders sieht
es aus, wenn die Angst schon Tage vorher den Alltag bestimmt, der Schlaf
regelmäßig leidet oder körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen und Übelkeit
dazukommen. Dann lohnt es sich, darüber zu sprechen - mit jemandem, dem
vertraut wird.
Schulsozialarbeit ist genau für
solche Themen da: vertraulich, freiwillig und kostenlos. Im Gespräch lassen
sich eigene Lernstrategien entwickeln und Wege finden, mit dem Druck besser
umzugehen - ganz ohne Bewertung.