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Ständig perfekte Körper, perfekte Leben auf dem Screen? Warum das an dir nagt - und wie du dein Feed und deinen Kopf entlasten kannst.
Scrollen, scrollen, scrollen -
und irgendwann das Gefühl, das eigene Leben sei grauer als das der anderen.
Fast alle Jugendlichen in Deutschland sind täglich in sozialen Medien
unterwegs, das zeigt die JIM-Studie 2024. Und fast alle kennen dieses komische
Gefühl danach: irgendwie unzufrieden, obwohl objektiv nichts passiert ist.
Was im Feed zu sehen ist, ist
fast nie das echte Leben - sondern die beste Version davon: bearbeitete Fotos,
ausgesuchte Momente, inszenierte Erfolge. Das Gehirn vergleicht trotzdem
automatisch das eigene, ganz normale Leben mit diesem Highlight-Reel anderer.
Fachleute warnen, dass unerreichbare Körper- und Glücksideale in sozialen
Medien das Stresslevel erhöhen und psychische Belastungen verstärken können.
Hinzu kommt: Laut einer aktuellen Auswertung des Universitätsklinikums
Hamburg-Eppendorf wird etwa ein Drittel der Jugendlichen regelmäßig auch mit
belastenden Inhalten wie Krisen- oder Kriegsbildern konfrontiert - ungefiltert
und ohne Vorwarnung.
Die JIM-Studie 2024 macht
deutlich: Auch Falschmeldungen gehören für die meisten längst zum Alltag im
Netz - 61 Prozent der Jugendlichen sind im letzten Monat auf Fake News
gestoßen. Das eigene Feed ist also nicht nur ein Ort für Vergleich, sondern
auch für Fehlinformation. Genug Gründe, bewusster hinzuschauen, was da
eigentlich täglich im Kopf landet.
●
Accounts, die nur ein schlechtes Gefühl hinterlassen,
konsequent entfolgen oder stummschalten.
●
Bildschirmzeit-Anzeige checken - oft ist die
tatsächliche Nutzung ein Weckruf.
●
Bewusste Pausen einbauen, z. B. beim Essen oder vor dem
Schlafengehen das Handy weglegen.
●
Sich klarmachen: Ein Post zeigt eine Sekunde, nicht ein
ganzes Leben.
●
Offline-Momente aktiv einplanen - Sport, Treffen,
Hobbys, die guttun.
Wenn das Gefühl der
Unzufriedenheit bleibt oder größer wird, muss das nicht allein ausgehalten
werden. Schulsozialarbeit ist vertraulich, kostenlos und urteilt nicht - ein
guter erster Ansprechpunkt, um über das zu sprechen, was online wirklich mit
einem macht.