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Der Übergang nach der Grundschule ist für viele Familien ein Kraftakt. Erfahren Sie, wie Sie Ihrem Kind Halt geben und den Druck herausnehmen können.
Jedes Jahr steht für mehr als
eine halbe Million Familien in Deutschland derselbe Schritt an: der Wechsel von
der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Für Kinder bedeutet das eine
neue Umgebung, neue Mitschüler:innen und oft auch höhere Leistungsanforderungen.
Was viele Eltern überrascht: Der Übergang kann eine spürbare Stressquelle sein -
nicht nur für das Kind, sondern auch für sie selbst.
Eine Befragung von über 1.600
Eltern von Grundschulkindern der Universität Würzburg zeigt: Der Übertritt
erzeugt bei Kindern und Eltern ein Ausmaß an Stress, das die Forschenden selbst
als bemerkenswert hoch einstufen - besonders dort, wo die Schulform verbindlich
zugewiesen wird. Interessant dabei: Der erlebte Druck bei den Eltern ist teils
sogar höher als beim Kind selbst. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt stark
davon ab, welche Erwartungen im Elternhaus an Noten und Schulform geknüpft
sind.
Kinder spüren sehr genau, wie
ihre Eltern mit dem Thema umgehen. Wichtiger als Noten-Druck ist in dieser
Phase das Gefühl: „Ich werde unterstützt, egal wie es läuft.“ Sicherheit und
Zuversicht wirken entlastender als zusätzlicher Ehrgeiz von außen.
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Gemeinsam den neuen Schulweg vorher abgehen oder
-fahren.
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Über Vorfreude UND Sorgen offen sprechen - beides darf
Platz haben.
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Realistische Erwartungen kommunizieren: Eingewöhnung
braucht Zeit.
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Kontakt zu neuen Klassenkamerad:innen früh ermöglichen,
z. B. über Vereine oder Nachbarschaft.
Anhaltende Bauchschmerzen vor
der Schule, Rückzug, Schlafprobleme oder plötzlicher Leistungsabfall können
Hinweise sein, dass der Übergang schwerer fällt als gedacht. In diesem Fall
lohnt sich ein Gespräch - mit dem Kind, aber auch mit der neuen Schule.
An vielen weiterführenden
Schulen ist Schulsozialarbeit von Anfang an präsent - als vertrauliche,
kostenlose und freiwillige Unterstützung, wenn die Eingewöhnung stockt oder
zusätzliche Begleitung gewünscht ist.